Grundlagen Digitalfunk

Seit Ende 2014 steht in NRW das bundesweit funktionierende Digitalfunknetz der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) für die Nutzung durch die Feuerwehren zur Verfügung. Dies ermöglicht ein einheitliches Sprech- und Datenfunksystem für alle BOS. Nach einem sukzessiven Übergang nutzen heute alle Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Kreises Unna dieses Netz und funken daher digital. Neben wichtigen taktischen Anforderungen erfüllt der Digitalfunk auch eine Reihe von technischen Leistungsmerkmalen, welche ihm klare Vorteile gegenüber dem zuvor genutzten Analogfunk einräumen. Zu diesen Merkmalen zählen eine verbesserte Sprachqualität, erhöhte (Abhör-)Sicherheit, Gruppen- und Einzelkommunikation, die Möglichkeit GPS-Daten zu übertragen und eine Notruffunktion. Damit die Mitglieder des Fernmeldedienstes in der Lage sind, diese Leistungsmerkmale im Einsatz zielsicher einzusetzen und bei kleinen Störungen schnelle Lösungen zu finden, ist ein erweitertes Wissen über die Funktionsweise des Netzes und dessen Aufbau notwendig. Um dieses Fachwissen zu erweitern und zu vertiefen, trafen sich die Fernmelder am vergangenen Dienstag zum Übungsdienst am Feuerwehr-Service-Zentrum in Unna. Zu den Themen des Abends gehörten u.a. der Aufbau der Netzinfrastruktur und Redundanzen, die Funktionsweise der Sprach- und Datenübertragung über größere Distanzen und mögliche Störungsursachen. (CL)

Weitere Informationen zum Digitalfunk erhalten Sie unter: www.bdbos.bund.de

Sprechfunklehrgang 1/22

Am vergangenen Samstag, endete für insgesamt 29 Teilnehmer aus 9 Städten/Gemeinden des Kreises Unna der Sprechfunklehrgang erfolgreich. An zwei Samstagen erlernten die Feuerwehrfrauen und -männer die nötigen Handgriffe, um die bei der Feuerwehr verwendeten Funkgeräte zu benutzen und erlangten die notwendigen Kenntnisse zur Teilnahme am Sprechfunkverkehr der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben(BOS). Die Teilnahme an einem Sprechfunklehrgang nach Feuerwehrdienstvorschrift 2 (FwDV2) ist dabei für die Absolventen in doppelter Hinsicht wichtig, denn zum einen wird dadurch die rechtssichere Teilnahme am Sprechfunkverkehr ermöglicht und zum anderen ist ein absolvierter Sprechfunklehrgang für viele weitere Lehrgänge eine Voraussetzung. Viele Stunden der Vor- und Nachbereitung wandten die Kameradinnen und Kameraden des Fernmeldedienstes auf, um den Lehrgang gemäß Hygienekonzept zu veranstalten und während der praktischen Ausbildung mehrere Kleingruppen gleichzeitig unterrichten zu können. Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nochmals recht herzlich. (CL)

FMD unterstützt bei Kamener Dienstabend

Zu den Aufgaben des Fernmeldedienstes gehört nicht nur die Durchführung des Sprechfunklehrgangs für die Feuerwehren im Kreis Unna. Er unterstützt darüber hinaus auch die Einheiten im Kreis Unna bei der wiederkehrenden Ausbildung und der Weiterbildung in Sachen Fernmeldewesen.Trotz der laufenden Vorbereitungen für den heute begonnenen Sprechfunklehrgang, ließen es sich die Fernmelder nicht nehmen, die Kameraden des Löschzuges Kamen-Heeren-Werve am gestrigen Freitag bei ihrem Dienstabend zu unterstützen. Die Kamener Einsatzkräfte führten eine Koordinatenfahrt durch, um so die vorhandenen Kenntnisse im Bereich Kartenkunde/Navigation und Sprechfunk zu fördern und zu festigen. Insgesamt 4 Fernmelder bildeten zusammen mit dem ELW 2 die Übungsleitung und versorgten die fünf teilnehmenden Fahrzeuge mit Koordinaten und gaben Hilfestellung bei an verschiedenen Stationen zu erledigenden Aufgaben.Solche Zusammenarbeiten bieten nicht nur für die Kameraden vor Ort, sondern auch für den Fernmeldedienst die Gelegenheit in Übung zu bleiben. Wir bedanken uns daher bei den Heerener Kräften der Freiwillige Feuerwehr Kamen für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf ein Wiedersehen. (CL)

Dienstabend Funkeinsatzplanung

Große Einsatzstellen führen in der Regel auch zu einem erhöhten Kommunikationsbedarf. Die Nachrichtenübermittlung per Funk ist dabei ein besonders wichtiges Hilfsmittel und wird im Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) bevorzugt verwendet. Der vor einigen Jahren eingeführte Digitalfunk brachte eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten und Verbesserungen mit sich. Damit jedoch alle Nachrichten sicher die zuvor bestimmten Empfänger erreichen, ist gerade an großen und eventuell räumlich ausgedehnten Einsatzstellen eine Funkeinsatzplanung unerlässlich. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei der ressourcenschonende Einsatz von Rufgruppen, welche nur in einem begrenzten Umfang frei zur Verfügung stehen. Aber auch die richtige Auswahl von Rufgruppen unter der Berücksichtigung der geplanten Teilnehmer ist ein elementarer Bestandteil einer guten Funkeinsatzplanung. Um diese Planung auch im Einsatz vor Ort durchführen zu können, erhielten die Kameradinnen und Kameraden des Fernmeldedienstes am vergangenen Mittwoch eine Auffrischung zu diesem Thema im Rahmen ihres Übungsdienstes. Dieser konnte nach langer Zeit und unter erhöhten Hygienemaßnahmen wieder in Präsenz am Feuerwehr-Service-Zentrum an der Florianstraße in Unna durchgeführt werden. In mehreren Praxisbeispielen bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, die Verteilung der zur Verfügung stehenden Rufgruppen vorzunehmen und die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten zu diskutieren. (CL)

Online-Dienstabend zum Thema FwDV 800

In vielen Bereichen des Feuerwehrdienstes regeln Dienstvorschriften das korrekte Verhalten und den richtigen Umgang mit Material und Gerät. Auch für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik wurde durch den Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung (AFKzV) die Einführung einer eigenen FwDV empfohlen. Die FwDV 800 regelt seit dem das Planen, Bereitstellen, Herstellen sowie das geordnete und ressoucenschonende Betreiben und Unterhalten von Information- und Kommunikationstechnik im Einsatz. Für den Fernmeldedienst gilt sie damit als wichtiges Regelwerk für den sichere Betrieb der eigenen Technik und der Erfüllung seiner Aufgaben. Gestern Abend erhielten die Kameradinnen und Kameraden des Fernmeldedienstes, im Rahmen eines Online-Dienstabends, einen umfassenden Überblick über die in der Vorschrift erwähnten Themen und konnten so ihr bisheriges Wissen vertiefen und festigen. (CL)

Jahresdienstbesperchung 2022

Bereits am vergangenen Dienstag führte der Fernmeldedienst seine Jahresdienstbesprechung für das Jahr 2022 durch. Nachdem diese Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr online durchgeführt werden musste, hatten die Kameraden bis vor wenigen Tagen gehofft, sie diesmal wieder in gewohnter Präsenzform am Feuerwehr-Service-Zentrum in Unna veranstalten zu können. Leider ließ die aktuelle Pandemielage auch diesmal keine Ausnahmen zu und so wichen die Einsatzkräfte erneut auf die Online-Variante aus. Nach der Begrüßung durch die Zugführung und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Holger Herlinghaus, bekamen die Kameradinnen und Kameraden einen umfangreichen Rückblick auf die in 2021 geleistete Arbeit. Das Jahr 2021 war für den Fernmeldedienst Kreis Unna ein besonders forderndes. Die Unwetter in der Jahresmitte hielten zahlreiche Einsatzstunden für die Einheit bereit und auch der aufwändige und umfangreiche Funklehrgang im Juni verschaffte den Fernmeldern einiges an Arbeit. Für das gerade begonnene Jahr erhielten die Mitglieder einen Ausblick auf bevorstehende Termine und Veranstaltungen. An dieser Stelle möchten wir es nicht versäumen, noch einmal allen Mitgliedern für ihre geleistete Arbeit zu danken und wünschen allen Freunden, Followern und Bürgern im Kreis Unna ein gutes neues Jahr. Bleibt gesund! (CL)

Schnell angebunden – Neue Technik für den ELW2

Bei einem Großeinsatz der Feuerwehren rückt oft auch der Einsatzleitwagen des Kreises Unna aus. Im Leitwagen befindet sich eine kleine, mobile Leitstelle. Daten und Informationen können so direkt vor Ort erfasst und mit der Leitstelle an der Florianstraße ausgetauscht werden. Neu ist jetzt ein System, das den Datenaustausch verbessert und schnelleres Arbeiten vor Ort zulässt.

„Der Wagen ist seit 15 Jahren bei uns im Einsatz und wurde stetig mit neuer Technik verbessert“, so Kreisbrandmeister Thomas Heckmann. „Eingebaut wurde jetzt ein SD-WAN-System, das die Datenübertragung in Echtzeit erlaubt.“ Denn bisher war es recht aufwendig, den Leitwagen an das System der Leitstelle anzubinden – je nach Standort musste zuerst die schnellste Internetverbindung gewählt werden. Das neue System wählt automatisch die stärkste Verbindung aus und baut eine sichere Verbindung auf.

Schnell und störungsfrei
Mit der neuen Technik der Firma T&A Systeme GmbH aus Hattingen ist der Einsatzleitwagen so an jeder Einsatzstelle immer bestmöglich angebunden – schnell und störungsfrei. Eine wichtige Verbesserung, wenn es darum geht, in brenzligen Situationen zügig zu handeln und Informationen mit der Zentrale an der Florianstraße auszutauschen. Gekostet hat die Hardware 8.200 Euro, Support und Wartung kosten monatlich rund 1.500 Euro.

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Text und Fotos: Max Rolke, Kreis Unna

Übungsdienst Kartenkunde & Satellitentechnik

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Der gestrige Übungsdienst wurde dazu genutzt das Thema Kartenkunde zu vertiefen und Einweisungen in die zur Verfügung stehende Satellitentechnik durchzuführen. Während die theoretische Ausbildung der Kartenkunde bereits zu Jahresbeginn in Form eines Online-Dienstes stattfand, wurden die Kameradinnen und Kameraden gestern noch einmal praktisch unterrichtet. Auch wenn das Thema zunächst veraltet klingen mag, es ist nicht nur Bestandteil des Rahmenlehrplans für die Sprechfunkausbildung, sondern auch im Einsatz wichtig um bei Ausfall moderner Navigationsmittel oder Abseits von befestigten Straßen und Wegen navigieren zu können. Der Fernmeldedienst verfügt über mehrere Möglichkeiten eine Verbindung via Satellitentechnik aufzubauen und diese zur Kommunikation zu nutzen. Eine fest auf dem ELW2 verbaute Satellitenanlage erlaubt es eine sichere Datenverbindung auch in schlecht mit LTE versorgten Gebieten zu nutzen. Darüber hinaus steht eine mobile Anlage zur Verfügung um auch außerhalb des ELW2 eine Daten- und Telefonverbindung bereit zu stellen. Beide Anlagen bedürfen einer regelmäßigen Schulung um die Geräte im Bedarfsfall funktional und sicher zu betreiben. (CL)

Größter Funklehrgang in der Geschichte des FMD

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Zwei Wochen ist es her – das Ende des größten Funklehrgangs in der Geschichte des Fernmeldedienstes. Durch die Corona-Pandemie waren im vergangenen Jahr zwei Lehrgänge ausgefallen und auch in diesem Jahr konnte die Durchführbarkeit von drei geplanten Lehrgängen nicht garantiert werden. Um dem damit entstandenen Bedarf an Lehrgangsplätzen entgegenzuwirken, begannen bereits zu Jahresbeginn erste Planungen zur Durchführung eines Lehrgangs in Hybrid-Form. Mitte März dann wurden diese konkretisiert und schriftlich fixiert. Damit waren die Zielvorgaben klar – 90 Kameraden sollten am Lehrgang teilnehmen können. Alle theoretischen Inhalte sollten online vermittelt, um anschließend in kleinen Lerngruppen in Präsenzform vertieft zu werden. Ein Mammutprojekt für Planer, Lehrgangsleitung und Ausbilder, denn oberstes Ziel war es, den Teilnehmern einen qualitativ hochwertigen Lehrgang bieten zu können. Am 30. Mai war es dann endlich so weit. 88 angehenden Sprechfunkern wurde in einem gemeinsamen Online-Meeting Themen wie Rechtliche Grundlagen, Grundlagen des Digitalfunks und Navigation/Kartenkunde nähergebracht. Über verschiedene Wege hatten die Teilnehmer die Möglichkeit mit der Lehrgangsleitung und den Ausbildern in Kontakt zu treten. Eine Übersicht über den eigens für den Online-Teil erbrachten Aufwand finden sich in unseren vorausgegangenen Posts. Die praktische Ausbildung erfolgte anschließend am Feuerwehr-Service-Zentrum in Unna. Um die Gefahr einer Ansteckung der Teilnehmer während des Praxisunterrichts zu verringern, wurden diese in je drei 10er-Gruppen pro Tag eingeteilt und in separaten Räumen unterrichtet. Dazu war es nötig, kurzfristig zwei Fahrzeughallen in Schulungsräume umzuwandeln. Neben der praktischen Sprechfunkverkehrsabwicklung, der Navigation mit Hilfe von Karten und Planzeigern, stand an diesem Tag auch die schriftliche Lernerfolgskontrolle auf dem Stundenplan. Tagesabschluss war für alle Kleingruppen eine Wanderung durch ein angrenzendes Wohngebiet mit Hilfe von Funk und Koordinaten. Am Ende des Lehrgangs konnten die Feuerwehren im Kreis Unna 82 neue Sprechfunker begrüßen. Diese verfügen nun über das benötigte Handwerkzeug, um am Sprechfunkverkehr der BOS teilnehmen zu können. Wir gratulieren noch einmal recht herzlich! Insgesamt sind für die Planung und Durchführung über 500 Personenstunden dokumentiert worden. Bedanken möchten wir uns bei der Unterstützungsabteilung der Feuerwehr Bergkamen Löschgruppe Rünthe, welche uns während der Praxistage hervorragend verpflegt hat. (CL)

Gut Wehr!

Funklehrgang

Seit 8Uhr heute Morgen läuft der erste Sprechfunklehrgang für den Kreis Unna in Hybrid-Form. Das bedeutet, den Teilnehmer*innen wird das theoretische Wissen innerhalb eines Tages online vermittelt. Nach der Begrüßung durch den stellv. Kreisbrandmeister Holger Herlinghaus, werden Rechts- und physikalischen Grundlagen, Eigenschaften des Digitalfunks und die korrekte Abwicklung von Funkgesprächen gelehrt. Umfangreiche Video- und Übertragungstechnik wurde in den vergangenen Tagen installiert, um einen reibungslosen und störungsfreien Ablauf zu gewährleisten. Über eine extra für den Lehrgang geschaltete Telefonnummer und E-Mail- Adresse können die Teilnehmer*innen jederzeit die Dozenten und die Regie im Falle von technischen oder organisatorischen Störungen erreichen.In den kommenden Wochen empfangen die Ausbilder die Teilnehmer*innen dann in Kleingruppen zur praktischen Ausbildung und Lernerfolgskontrolle. Wir wünschen allen weiterhin viel Spaß und freuen uns schon auf den Praxisteil. (CL)

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