Orkantief „Zeynep“

Nur wenige Stunden nachdem das Orkantief ‘Ylenia‘ über den Kreis Unna hinweg zog und den örtlichen Feuerwehren zahlreiche Einsätze bescherte, wurde der Kreis heute erneut von einem Orkantief heimgesucht. Umgestürzte Bäume, lose Dachziegel und abgestürzte Schilder führten innerhalb weniger Stunden zu über 260 Notrufen. Mit insgesamt 14 Fernmeldern in 2-Schichten unterstützte der Fernmeldedienst die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst auch heute bei der Annahme und Disposition der Anrufe. Darüber hinaus standen Einsatzkräfte zur Verfügung, um bei Bedarf die Fernmeldebetriebsstelle der Kreiseinsatzleitung zu besetzen. (CL)

Orkantief „Ylenia“

Am Mittwoch, den 16.02.2022 unterstützen insgesamt 14 Einsatzkräfte des Fernmeldedienstes (zwei Schichten á 7 Einsatzkräfte) ab 21:00 Uhr die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst des Kreises Unna. Da das Einsatzaufkommen während des Orkantiefs, welches über den Kreis Unna hinweggezogen ist, nicht abgeschätzt werden konnte, standen die Kameradinnen und Kameraden bereit, um bei der Disposition unwetterbedingter Einsätze zu unterstützen. Parallel dazu wurde die Fernmeldebetriebsstelle der Kreiseinsatzleitung durch die Fernmelder betrieben. Hier laufen im Bedarfsfall alle Kommunikationswege des Stabes zusammen. Für den Fall, dass der Stab der Kreiseinsatzleitung, zur rückwärtigen Führungsunterstützung für die Städte und Gemeinden des Kreises benötigt wird, wird durch die Führung des Fernmeldedienstes zusätzlich die Funktion des S6 (Information- und Kommunikation) besetzt. Um die zuvor genannten Aufgaben während der gesamten Unwetterlage bewältigen zu können, wurde ein 3-Schicht-System eingerichtet, welches einen wiederkehrenden Austausch der eingesetzten Kameradinnen und Kameraden gewährleistet. Der Einsatz konnte am Folgetag um ca. 12:00 Uhr beendet werden. (CL)

Verband 5 nach Eschweiler

die Feuerwehrbereitschaft 5 des Regierungsbezirkes Arnsberg, bestehend aus Kräften der Kreise Unna, Soest und der Stadt Hamm, am Freitag, 16. Juli gegen 21:20 Uhr zur überörtlichen Hilfeleistung nach Eschweiler alarmiert.

Nachdem sich über 48 Fahrzeuge aus den verschiedenen Feuerwehreinheiten mit über 180 Kräften am Sammelplatz am Feuerwehrservicezentrum in Unna eingefunden hatten, fuhr der Verband gegen 00:30 Uhr geschlossen in Richtung Eschweiler.

Um 03:45 Uhr traf die Bereitschaft in Eschweiler an der dortigen Feuer- und Rettungswache ein. Nach einer kurzen Pause und Lageeinweisung wurde der Verband in die Innenstadt von Eschweiler verlegt.

Der Fernmeldedienst Kreis Unna nahm seinen ELW 2 in Betrieb und richtete parallel dazu eine örtliche Einsatzleitung unter der Leitung des Verbandsführers Thomas Heckmann (Kreisbrandmeister Kreis Unna) innerhalb eines Zeltes auf dem Marktplatz ein.

Nach Einrichtung der Führungskomponente wurden die einzelnen Züge ab 06:00 Uhr in die Innenstadt abgerufen. Die Züge bekamen den Auftrag, die dortigen Wohn- und Geschäftsgebäude von Wasser zu befreien. Durch die vorhergegangene Unwetterlage und dem Übertreten des Flusses „Inde“ standen zahlreiche Keller und Gebäude noch unter Wasser. Die Infrastruktur war zeitweise durch kontaminiertes Trinkwasser und fehlendem Strom gefährdet. Vor Ort sicherte die Polizei Geschäfte vor Plünderungen.

Die Arbeiten vor Ort gestalteten sich zeitweise sehr schwierig, denn durch verschüttete Zugänge oder nicht anzutreffende Bewohner, konnten die Gebäude nicht immer zeitnah betreten und vom Wasser befreit werden. Es galt zunächst die Hindernisse zu beseitigen oder Häuser nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt und der Polizei zu öffnen.

Über die gesamte Einsatzzeit konnten die Züge des Verbandes bis 17:00 Uhr insgesamt 37 Einsatzstellen abarbeiten.

Im Einsatzverlauf ergaben sich folgende Einsatzschwerpunkte

:➡️ In einer Tiefgarage, die aufgrund der Überflutungen unter Wasser stand, konnte durch die Betreiberin ein Verbleib von Personen nicht ausgeschlossen werden. Nach Abpumpen der Wassermassen mit Hilfe des Technischen Hilfswerks, konnte die Tiefgarage begangen werden. Glücklicherweise wurden dort keine Personen aufgefunden.

Im örtlichen Krankenhaus, welches bereits evakuiert wurde, drohte ein Kesselhaus vollzulaufen. Auch hier konnte ein Löschzug des Verbandes zusammen mit dem Technischen Hilfswerk über Stunden die Wassermassen reduzieren.

➡️ Im Keller einer ehemaligen Apotheke kam es zu einer Reaktion von Chemikalien. Diese sorgten für eine Geruchsbelästigung und führten zu Atemwegsreizungen. Der vor Ort tätige Löschzug räumte unmittelbar die Gebäude und sperrte den Gefahrenbereich weiträumig ab. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die örtliche Feuerwehr übergeben.

Nach insgesamt 11 Stunden Einsatz im Innenstadtbereich von Eschweiler, stellte der Verband gegen 16 Uhr wieder seine Marschbereitschaft her und wurde an der örtlichen Feuer- und Rettungswache nach Aufnahme einer Stärkung um 17 Uhr aus dem Einsatz entlassen. Um 20:30 Uhr trafen die Einsatzkräfte erschöpft, aber gesund zurück in Unna ein.

Ein besonderer Dank gilt hier vor allem den Anwohnern und Bürgern, sowie den Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes für die vor Ort bereitgestellte Verpflegung.

Für ein beeindruckendes Bild sorgte ebenfalls die Hilfsbereitschaft der Bürger untereinander. Mit Muskelkraft und diversen Großgeräten, konnte der ganze Samstag erfolgreich dafür genutzt werden, die durch die Überschwemmung verursachten Schäden in der Stadt Eschweiler teilweise zu beseitigen. (MH)

Unwetterlage in Fröndenberg

Der Fernmeldedienst Kreis Unna befindet sich seit heute Vormittag 12:50 Uhr im Einsatz. Initial wurde durch die Leitstelle Unna Unterstützung bei der Bewältigung einer Unwetterlage angefordert. Im Verlauf der durchziehenden Unwetterfront wurde die Stadt Fröndenberg mit einer Starkregenfront von stellenweise 130 mm / Std. stark getroffen. Über mehrere hundert Einsätze werden derzeit zusammen mit überörtlichen Kräften und dem ELW 2 als Führungskomponente abgearbeitet. Parallel unterstützten wir mit Personal die Leitstelle bei der Abarbeitung der auflaufenden Unwettereinsätze.